Ausschließlich für den gewerblichen Gebrauch
Glossar

Glossar "innopedia" …damit es auch wortwörtlich läuft wie geschmiert – und noch besser!

Was heißt eigentlich ...? In unserem Glossar definieren wir wichtige, erklärungsbedürftige und neuartige Begrifflichkeiten rund um die Instandhaltung und Industrie 4.0!


A

Asset-Management-System: Eine Asset-Management-System-Software, zu Deutsch auch Anlagegüterverwaltungssystem (AGVS) oder früher oft fälschlicherweise auch nur Asset-Management-System genannt, ist ein Dateninformationssystem zur Verwaltung von Anlagegütern für IT-Einrichtungen oder auch physikalische Anlagegüter wie Maschinen und Anlagen.

E

Enterprise Asset Management (EAM): Die wichtigsten EAM-Features: Mit der Lösung lassen sich Geräteausfälle prognostizieren, vorbeugende Wartungsarbeiten durchführen, Einkauf und Beschaffung optimieren, die Personalkosten verfolgen und Ausfallzeiten reduzieren. Es handelt sich um ein elektronisches System, welches mit Hilfe von Sensorik Daten sammelt und mögliche Maschinenausfälle durch Verschleiß vorhersagt. So soll die vorbeugende Wartung effektiver werden.

Enterprise-Resource-Planning (ERP): Dies ist ein computerized maintenance management system (CMMS, dt.: "Instandhaltungsplanungssystem"). Weitere Begriffsdefinitionen hierfür sind Enterprise-Asset-Management-System (EAM, vorwiegend so in den USA genannt) oder Plant-Asset-Management-System.

G

Gefahrstoffkennzeichnung: Um weltweit einheitliche Kennzeichnungen zu schaffen, wurde das Global Harmonisierte System (bitte siehe auch Begriffsdefinition "GHS") zur Einstufung und Kennzeichung von Chemikalien eingeführt. Dabei werden beim GHS neue Symbole sowie anstelle der bisherigen R- und S-Sätze, die sogenannten H- und P-Sätze verwendet. Für Stoffe gilt die neue Regelung seit dem 1. Dezember 2010 fakultativ, seit dem 1. Dezember 2012 zwingend. Für Gemische (zuvor Zubereitungen genannt) gilt die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung seit dem 1. Juni 2015 mit einer Übergangsfrist von weiteren zwei Jahren für den Abverkauf von Lagerbeständen und für angebrochene Gebinde.

Gefahrstoffverordnung (GefStoffV): Die Gefahrstoffverordnung wurde 1983 erarbeitet und 1986 erstmals erlassen. Seitdem ist sie mehrmals geändert worden. Am 18. November 2016 ist die Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie 2014/27/EU und zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen im Bundesgesetzblatt verkündet worden.

Bei der Gefährdungsbeurteilung sind Gefährdungen durch

  • physikalisch-chemische Eigenschaften (insbesondere Brand- und Explosionsgefahren),
  • toxische Eigenschaften und
  • besondere Eigenschaften im Zusammenhang mit bestimmten Tätigkeiten

unabhängig voneinander zu beurteilen.

Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) für Arbeitgeber: Die entscheidende Aussage für den Arbeitgeber ist in der Gefahrstoffverordnung im §7, Absatz 3 festgelegt. Dieser lautet: (3) Der Arbeitgeber hat auf der Grundlage des Ergebnisses der Substitutionsprüfung nach § 6 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 vorrangig eine Substitution durchzuführen.

Das bedeutet: Der Arbeitgeber ist in der Pflicht, dass er Gefahrstoffe und Verfahren, durch diejenigen Stoffe, Gemische, Erzeugnisse oder Verfahren ersetzt, die unter den jeweiligen Verwendungsbedingungen NICHT oder WENIGER GEFÄHRLICH sind für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigen.

GHS - Global Harmonisiertes System: Das Global Harmonisierte System (GHS) zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS, engl. Globally Harmonized System of Classification, Labelling and Packaging of Chemicals) der Vereinten Nationen, ist ein weltweit einheitliches System zur Einstufung von Chemikalien sowie deren Kennzeichnung auf Verpackungen und in Sicherheitsdatenblättern (bitte siehe auch Begriffsdefinition "Gefahrstoffverordnung").

GHS und Arbeitsschutz: Die Einstufung und Kennzeichnung für Stoffe und Gemische wirken sich auch auf Belange des Arbeitsschutzes aus. Betroffen davon sind u. a. Gefährdungsbeurteilungen, Gefahrstoffverzeichnisse, Etiketten, Sicherheitsdatenblätter, Verpackungen, Betriebsanweisungen, Unterweisungen, innerbetriebliche Kennzeichnungen und die Lagerung von Chemikalien. Laut Gefahrstoffverordnung sollen Betriebe statt Gefahrstoffen möglichst Ersatzstoffe mit einem geringeren gesundheitlichen Risiko einsetzen. Als Hilfe bei der Beurteilung, welcher Ersatzstoff geeignet ist, hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) das GHS-Spaltenmodell entwickelt. Anhand weniger Informationen über die fraglichen Produkte, lassen sich mithilfe dieser Tabelle die Ersatzstoffe beurteilen (Quelle: Wikipedia).

K

Kennzeichung von Gefahrstoffen: Der äußerlich sichtbare Unterschied zwischen der Kennzeichnung von Stoffen und Zubereitungen/Gemischen nach bisherigem EG-Recht und EG-CLP-Verordnung sind die geänderten Gefahrensymbole, die jetzt Piktogramme heißen. Während die bisherigen Gefahrensymbole in einem schwarzen Rechteck mit orangefarbenem Hintergrund dargestellt wurden, erscheinen die Gefahrenpiktogramme nach CLP-Verordnung in einem auf der Spitze stehenden Quadrat mit rotem Rand.

Hier beispielsweise das aktuelle Gefahrenpiktogramm Flamme GHS02 (zur Kennzeichnung entzündbarer, selbsterhitzungsfähiger, selbstzersetzlicher und pyrophorer Stoffe sowie organischer Peroxide, für den Innen- und begrenzten Außeneinsatz):

P

Pitting: Zu Deutsch bedeutet Pitting „Grübchenbildung“. Dies ist ein Begriff, der sowohl Schäden an Zahnrädern als auch an Zahnflanken bezeichnet. Er wird auch als Materialausbruch und oberflächennahe Mikrorissbildung bei tribologischer Beanspruchung definiert.

Predictive Maintenance: Prädiktive Instandhaltung oder „Predictive Maintenance“ lernt von historischen und gegebenenfalls in Echtzeit verfügbaren instandhaltungsrelevanten Daten. Prädiktive Instandhaltungstechniken helfen somit bei der Bestimmung des Zustands von „in Betrieb“ befindlichen Dingen. Auf den Punkt gebracht: Sie helfen bei der Abschätzung, wann eine Wartung durchgeführt werden sollte.

S

Sicherheitsdatenblätter (SDB): Sicherheitsdatenblätter (SDB) oder Safety Data Sheets (SDS), auch material safety data sheets (MSDS) genannt, dienen der Übermittlung sicherheitsbezogener Informationen über Stoffe und Gemische. Sie sind dazu bestimmt, dem berufsmäßigen Verwender, die beim Umgang mit Stoffen und Gemischen notwendigen Daten und Umgangsempfehlungen zu vermitteln. So ist dieser in der Lage, die erforderlichen Maßnahmen für den Gesundheitsschutz, die Sicherheit am Arbeitsplatz und den Schutz der Umwelt, zu treffen (Quelle: Wikipedia).

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